Der Maler und Künstler Bert.W.Küpper

Lerche im Feld

Aus Anlass der Austellung seiner Bilder in der K 34 gab uns der Maler und Künstler Bert .R.W.Küpper ein Interview.

In der angenehmen Atmosphäre der Galerie erlaubte uns Herr Küpper einen ungewöhnlich tiefen Einblick in sein Leben und seine Arbeit.

Geboren 1953 wuchs er in einem gutbürgerlichen Haus auf. Sein Vater war,  wie man heute sagen würde, Manager in einer Werkzeugfirma. Er besuchte ein Internat, absolvierte die Bundeswehr und studierte dreizehn Semester Jura in Kiel. Zu der Zeit wohnte er mit anderen Künstlern auf der Insel Wittmold an der Schwentine. Die Landschaft sah für ihn wie ein verwunschener Dornröschenpark aus. Die Natur war mehr oder weniger sich selbst überlassen, die Bäume waren zum Teil mehrere Jahrhunderte alt,das Gras stand hoch. Diese Eindrücke, die er für mehr als zehn Jahre erfahren , in sich aufnehmen und auf sich wirken lassen durfte, finden sich auch in seinen Bildern wieder. Es war ein Leben wie in einer Traumwelt und er beschloss dort, sich nicht mehr dem Stress auszusetzen, den er bei vielen Leuten gesehen hatte.Er lebte auf Wittmold mit einer Gruppe anderer Künstler (Gruppe Opossum). Seit 1980 studierte er Architektur und empfand dieses Studium als sehr entspannt, obwohl er hart gearbeitet hat.

In Kiel fand er später schnell Anschluss an andere Künstler. Diese und auch viele seiner Professoren halfen und inspirierten ihn, wie er sehr deutlich herausstrich, bei seiner künstlerischen Entwicklung. Er erwähnte dabei insbesondere Klaus Bertelsmann aus seiner Internatszeit, der Ihm sehr viel über das Zeichnen und die Kunstbetrachtung beigebracht hat. Er hat ihn sehr inspiriert und stellte ihm außerdem sein erstes eigenes Atelier zur Verfügung.

Auf der Muthesiusschule lernte er fantastische Professoren mit ihrer Erfahrung kennen und schätzen. Duwe hatte er schon vorher kennengelernt. Dieser brachte ihm u.a. bei, wie man Würfel, Kegel und Kugel zeichnet; er zeigte Ihm den Schattenwurf und vieles mehr. Herr Küpper lernte den Kreis um Reinsberg kennen und schätzen. Desweiteren erwähnte er noch Jaro Powo, den Klub 68, ivanka svobodova, Backstatt,  der ihm die Farblehre näherbrachte. E. Thieme ,der ihm das Zeichnen erklärte. Während des Architekturstudiums waren es Prof. Jörgen Otterbein,jordan ,Ulli Stumpf und Nana Pfahl. Seine erste Ausstellung hatte er in der Galerie Stein im Jahre 1978 und dann noch einmal im Jahre 1980. Er war ein Langzeitstudent (alles in allem über vierzig Semester), der sein Studium genoss und die Werte, die ihm vermittelt wurden begierig aufgenommen hat. Als Verfasser dieses Artikels möchte ich  darauf hinweisen, wie dankbar Herr Küpper seinen Ausbildern auch heute noch für Ihre Beratung, Einfühlsamkeit und Inspiration ist.

Wichtig für einen Künstler wie ihn ist auch die Fähigkeit auf Leute zuzugehen, sich ihnen Nahe zu fühlen und alles von Ihnen zu erkennen. All dies hat er schon in frühester Jugend lernen können und dürfen. Seine Eltern führten ein offenes Haus. Er reichte auf Zusammenkünften und Festen das Essen und die Getränke an und dabei nahm er die jeweilige Athmosphäre in sich auf. Um sein Studium zu finanzieren fuhr er Taxi und lernte  auch bei dieser Tätigkeit Menschen kennen und się einzuschätzen.

Diese Fähigkeit setzt er auch heute noch beim Umgang mit Menschen ein.

Warum Bert Küpper momentan mehr malt und  weniger zeichnet; über die Schwierigkeiten manchmal nicht kreativ tätig sein zu können; über die Beeinflussung seiner Arbeit z.B. durch seine Frau, Birgit Münster; über die Zwiesprache mit seiner Kunst und über vieles andere mehr,erfährt der Leser hier:

[audio:https://www.radio-gaarden.de/audio/?view=5747]

Der Künstler gibt dort einen interessanten Einblick in sein Denken und sein Werk. Es spiegelt das Auf -und Ab in seiner Kunst und in seinem Leben wieder. Sehr offen und zum Teil sogar intim, erlaubt uns der Künstler an seinem Leben und seinem Schaffen teilzunehmen.

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