Die Ortsbeiratssitzung vom 14.03.2012

Am 14.03.2012 fand in der Räucherei die 298 Sitzung des Ortsbeirates statt. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Bruno Levtzow und den üblichen Formalitäten, wie der Erlaubnis für die Aufzeichnung durch Radio Gaarden begann Semra Basoglu. Sie stellte zwei Schilder vor, die sich  beide gegen Rassismus und die Neonazis wenden. Das erste  Schild trägt die Aufschrift „ Kein Ort für Neo Nazis“ und das andere die Aufschrift „Respekt“-kein Platz für Rassismus. Dieses Schild wird am 28.März  auf dem Vinetaplatz im Rahmen einer kleinen Feier enthüllt. Die Aktion wird sowohl vom DGB, wie auch von Gaardener Bürgern und zahlreichen Trägern und Institutionen stark unterstützt. An der Feier teilnehmen wird auch die ehemalige Fußballnationalspielerin der Frauen Sandra Minnert.

Zu den Gaardener Kulturtagen, die wie alle wissen vom 3-6.Mai stattfinden werden.

Die Eröffnung wird in der Technischen Fakultät abgehalten.

Die DAA wird während der Kulturtage einen  Begleitservice für Menschen mit Behinderungen anbieten.

Für die Benefizveranstaltung „Wir können auch andere“, die von den Beamten und Angestellten des Rathauses am 4.Mai  aufgeführt wird, sind noch Eintrittskarten zum Preis von 5 Euro im Stadtteilbüro  zu erhalten.

Frau Masson ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialwissenschaften und arbeitet an einem Forschungsprojekt zum Stadtteil Kiel Gaarden. Sie interessiert sich dabei für die Lebensgeschichten und Sichtweisen der Gaardener BürgerInnen. Sie wendet sich dabei an alle Gaardener, die mindestens fünf Jahre hier wohnen. Wer Interesse hat meldet sich bitte unter:

Tel.0431-8805615 oder 0431-2211010

Email: smasson@soziologie.uni-kiel.de

Der nächste Punkt auf der Tagesordnung behandelte ein sehr brisantes Thema, das nicht gerade häufig in den Medien auftaucht. Es ging dabei um die in Gaarden ansässigen Sinti und Roma. Zu diesem Thema war Herr Bornheim ,vom Amt für Familie und Soziales gekommen. Er zeigte auf, das sich die Stadt sehr wohl dieses Problems bewusst ist. Es sei aber auf Grund der herrschenden Gesetze ein Balanceakt Hilfe für diese Menschen zu leisten und einer möglichen Abschiebung. Die Stadt ist sich sehr wohl bewusst, dass die Situation für die Betroffenen, was die Wohnsituation angeht, zum Teil Menschenunwürdig ist. Leider nutzen manche Vermieter die schlimme Lage aus. Damit die Sinti und Roma in unserem Stadtteil nicht noch mehr leiden müssen,kann ich nicht in alle Details gehen. Ich bitte Sie aber sehr, sich im Internet über die Lebensumstände zu informieren.

Herr Liski von der Frank-Gruppe informierte über die Kinder-Alten-Wohnanlage im Gustav-Schatz-Hof. Es entsteht ein Komplex ,der eine Kita mit 96 Plätzen sowie ein Seniorenbereich mit 94 Einheiten, von denen 94 öffentlich gefördert werden. Es wird ein betreutes Wohnen für Demenzkranke geben. Die Seniorenwohnungen werden eine Größe von41-48m² für Einzelpersonen und 56-59qm² für Mehrpersonen haben. Die Kosten werden bei 5,40€ /qm² liegen. Die Nebenkosten werden sehr niedrig ausfallen, da der Neubau sehr energieeffizient gehalten ist.

Das Haus soll sehr stark in Gaarden integriert werden. Dafür werden zwei Sozialpädagogen eingestellt ,die u. a. auch für die Nachbarschaftspflege zuständig sein werden. Es wir auch Wert darauf gelegt, dass das Haus auch für die verschiedenen Religionen gedacht ist, die in Gaarden ansässig sind. Auf die Sitten und Gebräuche  der Senioren mit Migrationshintergrund wird sehr stark Rücksicht genommen.

Bruno Levtzow wies darauf hin, das die Buslinie 60S nicht mehr durch Gaarden hindurch fahren soll,sondern auf die Werftstrasse verlegt werden soll. Es wurde in einer Stellungnahme vereinbart, das der Bus wenigstens über die Schulstrasse fahren soll, damit die Anbindung für alle, die in Gaarden wohnen erhalten bleibt.

Die geplante Jugendsitzung ist, zwar mit größeren Schwierigkeiten, aber auf dem Weg.

Über das Programm für die 300 Sitzung wurde mit viel Gelächter, aber wenig konstruktiv beraten. Wir sind gespannt auf das Endergebnis. Bruno wird sich um Paten für die Blumenkübel in der Elisabethstr.  kümmern.

Der Ortsbeirat wird einen Besuch beim Probst machen.

Die Sitzung endete um 22:15 Uhr.

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