299.Ortsbeiratssitzung vom 11.04.2011

Am 11.04.2011 fand in der Räucherei  die 299 Sitzung des Gaardener Ortsbeirates statt. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Bruno Levtzow und den notwendigen Formalitäten  gab Manfred Wagner( Amt für Wohn- und Grundsicherung )bekannt, das die langjährige Mitarbeiterin Semra Basoglu ihre Arbeit im Büro Soziale Stadt aufgibt und sich bzgl. ihrer Lebensplanung anders orientieren wird. Ihre Nachfolgerin wird auf der nächsten Sitzung vorgestellt werden.
Herr Brandenburg von der ABK stellte im Anschluss den sogenannten Unterflurbehälter vor.Hierbei handelt es sich um einen in den Boden versenkbaren Abfallbehälter. Er benötigt eine Grundfläche von 2x2m und fasst bis zu 5 m³. Aus dem Boden ragt nur noch ein kindersicherer Einfüllstutzen heraus. Für diesen Behälter sprechen einige Vorteile;
er ist barrierefrei
er benötigt weniger Platz
er ist nicht brennbar( ein Feuer findet keinen Sauerstoff)
nur eine geringe Geruchsbelästigung,

Der größte Nachteil ist momentan noch der Preis, der sich in einer Höhe von ca.8-9 000 €  / Einheit bewegt.Dieser Behälter scheint mehr für Wohnanlagen und weniger für Einzelhäuser geeignet zu sein, da auch für die Leerung durch die Lkws ein gewisser Platz benötigt wird. Wie es aussehen kann, werden wir an der Hörn sehen können.Die dort installierten 125 Papierkörbe, die täglich geleert werden müssen, können durch 23 dieser Unterflurbehälter ersetzt werden, die auch nur alle 14 Tage geleert werden müssen.
Der Ortsbeirat steht diesem Projekt sehr wohlwollend gegenüber.

Der nächste Punkt auf der Tagesordnung beschäftigte sich mit dem Thema, Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung in Gaarden. Abgesehen von der Tatsache, das man nicht immer darauf warten sollte, das jemand anderes den Dreck weg macht, arbeiten jetzt bei den verschiedensten Trägern in Gaarden eine Menge Leute, die für Sauberkeit und Ordnung in unserem Stadtteil sorgen sollen. Es handelt sich hierbei um die allseits bekannten 1 €- Kräfte, die bei Gaarden-aktiv tätig sind, sowie auch die Bürgerarbeiter, die als Sportpark- Supporter und Gaarden- City- Supporter arbeiten. Warum man immer die Englische Sprache bemüht, ist nebenbei erwähnt ein noch ungelöstes Rätsel. Das Problem bei der ganzen Sache ist die Tatsache, das diese Kräfte keinerlei rechtliche Befugnisse haben. Diese haben nur die Scouts, die dem Ordnungsamt Kiel unterstellt sind. Diese können, dürfen und sollen auch ordnungsrechtliche Verfahren einleiten.
Insgesamt sollen alle diese Aktivitäten das Miteinander verbessern und durch die verstärkte Präsenz die Angst der Bürger in manchen Teilen von Gaarden abbauen.
In diesem Zusammenhang meinte die Polizei, sie sei sehr auf die Mitarbeit der Bürger angewiesen . Wenn ein Bürger eine Unrechtmäßigkeit sieht, so soll er umgehend die Polizei anrufen, damit diese auch sofort tätig werden kann. Bekommt sie erst Tage später Meldung über ein Delikt, so ist es häufig sehr schwierig, wenn nicht unmöglich, diesem in der angemessenen Form nach zu gehen.

Herr Wagner schlug vor, das sich die Träger zwecks Verbesserung der Kommunikation häufiger treffen und das sie auch zusammen eine Begehung in Gaarden machen wollen, um sich selbst ein Bild von den Zuständen und den Möglichkeiten, diese zu verbessern, zu machen. Durch die Treffen der Träger soll auch die Effektivität verbessert werden. Es wäre wirklich sehr schön, wenn die Effizienz  der Supporter mit der Quantität Schritt halten könnte.

Als Nächstes sprach Frau Bonow(Eigenbetrieb Beteiligung ) zu den Plänen die Buslinie 60 S nicht mehr über Karlstal fahren zu lassen. Langer Rede-kurzer Sinn. Sie haben angeblich durch eine Befragung herausgefunden, das es keinen Bedarf gibt über Gaarden- Zentrum zu fahren und deshalb wird diese Linie über die Werftstrasse mit der Haltestelle bei der Technischen Fakultät fahren.Außerdem sei dieser Weg um drei Minuten kürzer. Als die Linie über Karlstal fuhr, hätten sich gerade die Studenten dieser Fakultät am meisten beschwert und auch deshalb wird der Fahrplan geändert. Motto: Wer am lautesten schreit, der bekommt die Linie. Schlusssatz von Frau Bonow:“ Was einmal geändert wurde, kann auch ein zweites Mal geändert werden.“

Die Jugendsitzung im Mai wird am 9. um 16 Uhr beginnen und dann nahtlos in die 300 Sitzung übergehen (19 Uhr). Es wird auch etwas zu essen und trinken bereitstehen. Ob und welche Prominenten zu dieser Jubiläumssitzung kommen werden steht noch nicht fest und man soll ja nichts verkünden, solange es nicht wirklich fest steht.
Um die Patenschaften für die Blumenkübel will sich Bruno nun endgültig selber kümmern.
Die Sitzung endete gegen 22:00 Uhr.