300. Sitzung des Ortsbeirates

Am 09.05.2012 fand in der Räucherei die 300. Sitzung des Ortsbeirates Gaarden statt. Diese wurde diesmal zusammen mit dem Jugendortsbeirat abgehalten. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Bruno Levtzow und den unumgänglichen Formalitäten wurde Gerwin Stöcken vom Büro des Oberbürgermeisters das Wort erteilt. Herr Stöcken moderierte unter dem Motto:“ wie soll Gaarden einmal aussehen“, die Arbeit von Jugendlichen der Fridtjof- Nansen -Schule. Mehrere Schüler im Alter von 10-12, sowie 15-16 Jahren hatten sich einmal sehr genau in Gaarden umgeschaut und Ihre Erkenntnisse dann zusammengetragen. Ihre Ergebnisse orientierten sich sehr an der manchmal nicht ganz so schönen Wirklichkeit und zeigten, dass die Jugendlichen mit offenen Augen durch ihren Stadtteil gehen. Die wesentlichen Punkte waren:

  • Gaarden ist unsauber
  • die vielen Trinker
  • die kaputten Spielplätze
  • überhaupt sehr viele Zerstörungen
  • kostenpflichtiges WC am Vinetaplatz und dennoch ist es immer dreckig
  • viele Hunde sind nicht angeleint
  • allgemein das Sicherheitsproblem
  • Die Kinder führten noch etliche weitere Punkte an. Jedoch haben sie nicht nur gemeckert, sonder hoben auch einige für sie sehr positive Dinge hervor., beispielsweise die vielen Sportstätten, den Sportpark,die Vereine, Einrichtungen für Kinder ( hier wurde die Räucherei sehr gelobt).

Die älteren Jugendlichen schlossen sich in vielen Bereichen ihren jüngeren Kollegen an ( Sauberkeit, Sicherheit, den Trinkern), hoben bei ihrem Vortrag noch einen Punkt hervor. Es gibt in Gaarden keinen Jugendtreff für die Altersgruppe von 15- 18 Jahren. Sie möchten ihre Zeit nicht immer mit den Kleinen teilen, sondern auch einmal für sich sein und nur untereinander abhängen. Es kam dabei auch zur Sprache, dass es nicht schlecht wäre, wenn sie sich die Räume selber gestalten könnten. Auch fänden Sie es gut, wenn es in diesem Treff quasi eine vorbereitende Berufsberatung gäbe. Hier scheint es eine kurzfristige Lösung zu geben. Unter anderem meint der Vertreter der Räucherei, dass dies machbar sein müsste. Wir werden weiter darüber berichten.

Zum Schluss wiesen sie noch auf einen wichtigen Punkt hin. Jugendliche aus Gaarden kämpfen bei Bewerbungen gegen den schlechten Ruf von Gaarden an. Sie meinen,das sie wegen der Vorurteile von vornherein schlechtere Karten haben.

Alle Schüler setzten sich sehr für den Erhalt der Fridtjof- Nansen Schule ein.

Es wurde lange und intensiv über den Hundekot auf unseren Straßen diskutiert und wie man dem Herr werden könne. Sanktionen? Geldstrafen?

Die Bolzpätze sollen in Ordnung gebracht werden.

Zum Abschluss meinten sowohl Herr Stöcken, wie auch Herr Levtzow, dass man Gaarden besser verkaufen muss. Man sollte aber auch vor allen Dingen unseren Stadtteil nicht immer wieder selber schlecht reden!

Marta Jaskulke stellte die Bildungsberatung Kiel – Ost vor. Diese legt ihre Schwerpunkte auf die Beratung bei Übergängen:

  • Schule – Ausbildung/Studium
  • Kita – Grundschule
  • Familie – KitaDazu gehört auch das Sichten der Bewerbungsunterlagen und das Begleiten zu Terminen.

Die Sitzung wurde hier unterbrochen um allen die Gelegenheit zu einem Grillwürstchen und freien Getränken zu geben. Der Anlass war das Jubiläum der 300. Sitzung.

Es herrschte eine nette, aufgeräumte Atmosphäre und die Gelegenheit wurde zu angeregten Gesprächen auch und vor allen Dingen mit den Jugendlichen genutzt.

Nach der Pause sprach unsere Stadtpräsidentin Cathy Kitzer aus gegebenem Anlass ein launiges Grußwort und würdigte neben Bruno Levtzow auch ganz besonders die „ Gaardenener Kulturtage. Sie erwähnte diese auch unter dem Aspekt, das Gaarden sich auf vielfältige Art und Weise positiv darstellt und sich manch anderer Ortsbeirat , was die Ideen und das Engagement des Gaardener Ortsbeirates angeht, eine dicke Scheibe davon abschneiden könne.

Herr Levtzow dankte herzlich in seiner unnachahmlichen Art für die netten Worte und zeigte noch einmal einen kurzen Abriss der getanen Arbeit auf. Diese zog sich von den Bänken in der Elisabetstr. über die gebauten Sporthallen bis zum Bunkerbild hin. Eine sicherlich alles zusammen genommen sehr erfolgreiche Arbeit engagierter Gaardener Bürger.

Es spielte auch die Musikkapelle des Freistaates Gaarden auf. Es wurden einige Passagen aus dem Heft “Alt Gaarden“ vorgelesen.

Bevor die Sitzung beendet wurde, kam es zur Verabschiedung von Semra Basoglu vom Büro Soziale Stadt durch den Ortsbeirat, vertreten durch Bruno Levtzow und der Vorsitzenden des Fördervereins Fr. Ohms. Semra Basoglu dankte allen für das Ihr entgegengebrachte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit über die vielen Jahre. Sie wünschte auch ihrer Nachfolgerin alles Gute und viel Erfolg.

Ihre Nachfolgerin ist Anna Neugebauer, kommt aus Dortmund, ist seit dem Jahr 2000 in Kiel ansässig und freut sich auf ihre Arbeit und den Austausch mit den relevanten Stellen.

Die Sitzung endete gegen 20:15 Uhr

300. Ortsbeiratsitzung Teil 1:

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300. Ortsbeiratsitzung Teil 2:

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