Lokale Ökonomie und Quartiersentwicklung II

Dem aufmerksamen Leser wird es nicht entgangen sein, das wir  im letzten Jahr schon einmal im Rathaus bei den Herren Adloff und Sönnichsen waren. Die Beiden betreuen das Referat Quartiersentwicklung und lokale Ökonomie für Gaarden. Wir wollten uns erkundigen, wie die Dinge sich in den letzten Monaten entwickelten und ob es schon sichtbare Fortschritte gibt.
Eine positive Meldung an den Anfang. Der Antrag für die energetische Entwicklung in unserem Stadtteil ist genehmigt worden. Das ist auch ein Ergebnis einer gewissen Beharrlichkeit der beiden Referatsleiter. Sie haben in den vergangenen eineinhalb Jahren praktisch an jede relevante Tür geklopft, mit allen relevanten Leuten geredet und um Unterstützung und Teilnahme geworben. Diese Hartnäckigkeit zahlt sich nun aus. Alle sitzen an einem Tisch und der erreichte Konsens macht Mut, dass dies Vorhaben ein für alle Seiten gutes und befriedigendes Resultat ergibt.

Sönnichsen-Adloff
Adloff-Sönnichsen

In unserem Gespräch wurde hervorgehoben, dass das Imageproblem unseres Stadtteils nicht alleine von außen gelöst oder zumindest verbessert werden kann; es muss auch von innen heraus etwas getan werden. Man sollte in Gaarden nicht immer klagen , sondern vielmehr mit den vorhandenen Pfunden wuchern. Schließlich haben wir in Gaarden viele Dinge und Einrichtungen, die hier in Kiel einzig sind und um die uns die anderen Stadtteile beneiden. Erwähnt seien in diesem Zusammenhang nur der Werftpark, der Sport- und Begegnungspark sowie unsere Kulturszene.

Plan ist es auch ,Gaarden nicht als isolierten Stadtteil zu sehen, sondern als einen Teil der City von Kiel. Dafür muss es aber auch von Seiten der Stadt eine verbesserte Anbindung Gaardens an den Innenstadtbereich geben. Der alte, aber immer noch bestehende Ärger über die Hörnbrücke sollte endlich ein Ende finden. Wie uns berichtet wurde, haben einige Schüler in ihrem Versuch  Gaarden zu besuchen, die Brücke gar nicht als Möglichkeit Gaarden zu betreten, wahr genommen. Die Frage ist deshalb, wie man uns mit dem Rest von Kiel besser verflechten kann. Anregungen werden deshalb, nicht nur für dieses Thema, gerne entgegengenommen.
Ein weiteres Handlungsschwerpunkt ist die Ansiedlung von kleinen und großen Handwerksbetrieben. Hier gibt es auch ein Einsehen bei so manchem Eigentümer, was die Mietpreisgestaltung an geht. Die Mieten werden langsam an ein bezahlbares Niveau angepasst.
Ein anderes Ziel ist die Stärkung  und der Ausbau der Einkaufszeile. Es sollen weitere Geschäfte angesiedelt werden, um die Einkaufsmöglichkeiten attraktiver zu machen. Auf die Frage nach dem Leerstand mancher Geschäfte in Gaarden, bekamen wir die erstaunliche Antwort, dass die meisten Leerstände sehr schnell wieder vermietet werden.. Wir hoffen einmal, das dies auch für die Läden am Vinetaplatz gilt.
Wir werden uns auf Einladung der Herren Adloff und Sönnichsen wieder treffen, um Neuigkeiten zu erfahren und über den Fortgang der Entwicklung in und für Gaarden zu berichten.