Besuch im Occupy- Camp

 

 

Radio Gaarden ist heute noch einmal zu den Occupy- Teilnehmern an den Lorentzendamm gegangen. Grund dafür war die Ankündigung des Kieler Bürgermeisters Todeskino, den Platz räumen zu lassen. Wir wollten wissen, wie sich Occupy dazu stellt und was sie unternehmen wollen.
Ich sprach mit mehreren Teilnehmern. Da ich im Grundsatz die Bewegung befürworte, möchte ich es nicht ein Interview nennen, sondern ein Gespräch, in dem die Meinungen und Ansichten der verschiedenen Teilnehmer gehört werden können.
Die Gruppe scheint sich in manchen wichtigen Fragen nicht einig zu sein. Es wurde immer wieder darauf hin gewiesen , das sich die Gruppe basisch-demokratisch verhält. Gut und schön, dies darf jedoch nicht dazu führen, das man nicht mehr handlungsfähig ist.
Wir haben auch über die Brände im Camp gesprochen. Neu war mir, das es drei Brände gegeben hat. Mir erscheint es etwas eigenartig, das  keine Anzeige gestellt wurde,  Die Aussage:

..“.das bringt doch alles nichts!“ zeigt, wie wenig die Außendarstellung in den Köpfen einiger Mitglieder von Wichtigkeit zu sein scheint. Ich möchte auf gar keinen Fall die Beweggründe der Occupy -Bewegung in Frage stellen, doch mir scheint, das man hier durch das Hinnehmen und Dulden  Schaden anrichtet. Wie stellt sich denn die Sache dar. Jeder der Opfer einer Brandstiftung wird, versucht alles zur Aufklärung beizutragen. Ansonsten gerät man leicht selbst in Verdacht. Da in den letzten Monaten durch viele Gespräche mit Bürgern eine gewisse Solidarität mit ihnen erreicht wurde, ist es um so wichtiger ein positives Image zu erhalten. Nichts tun widerspricht dem. Hier wird viel gesprochen, aber nur intern. Leider ist die Gruppe bis jetzt nicht zu Ergebnissen gekommen.  Man ist sich schlichtweg uneins, wie man mit der Öffentlichkeit umgehen soll. Ich hoffe, man wird sich einig, wie man  die bevorstehende Räumung diskutiert. Zumal die Begründung des Bürgermeisters ja alle Möglichkeiten für eine Diskussion bietet.
Zu diesem Thema  konnte ich nicht sehr viel in Erfahrung bringen. Es soll einiges vorbereitet werden, über das man noch nichts Näheres sagen wollte. Hoffentlich bleiben diese Sachen nicht im Sumpf unsinniger Diskussionen  stecken. Es ist im Sinne der Bewegung zu hoffen.