S.H.-Stefan Helmers

Stefan Helmers

Das war ein tolles Interview. Ich sage dies nicht um uns selbst zu beweihräuchern, sondern um unseren Gast zu würdigen. Es handelt sich um Stefan Helmers. Wie soll ich diesen Mann beschreiben. Er besteht aus Temperament und Ideen und Beides wird der Welt mitgeteilt. Stefan ist bürgerliches Mitglied im Kulturausschuss mit beratender Stimme für die Fraktion Direkte Demokratie.

Er ist, um nur einige Facetten seines Wirkens zu erwähnen: Aktions- Performancekünstler, er fotografiert, er malt, er macht Flächeninstallationen, er beschäftigt sich mit der Objektkunst und mit Plastiken. Als ob dies nicht für die meisten Menschen schon mehr als genug wäre, schreibt er und ist auch noch im Theater eifrig dabei.

Stefan Helmers ist Autodidakt. Er sieht etwas, das ihm missfällt oder sehr gefällt und überlegt sich wie und mit welchem Medium er diese Angelegenheit verarbeiten kann. Hierbei erweist er sich als ein sehr schneller Arbeiter, der dabei aber nicht das Wesen des Ganzen aus dem Auge verliert.

Mit seiner eigenen Art der Performance legt sich Stefan Helmers schon das eine oder andere mal mit den Organen des Staates an. Die Geschichte, in der er in der Innenstadt Neumünsters mehrere weiße Kartons abgelegte – diese waren, um sie zu beschweren, teilweise mit Gips befüllt,- und dadurch den ersten Milzbrandalarm auslöste, ist wirklich hörenswert. Das Lachen bleibt einem zwar des öfteren im Hals stecken, kommt jedoch unweigerlich an anderer Stelle wieder hervor.

Er ist aktiv in der hansa 48 , wo am jeden letzten Dienstag im Monat ab 19:30 Uhr sich kulturell interessierte Menschen über ihre Visionen für ihre Stadt austauschen. Die einzige, aber sehr wichtige Bedingung lautet: Meckern über die Jetztzustände ist grundsätzlich verboten.

Was uns in diesem Interview beeindruckte war nicht allein der künstlerische Aspekt, sondern auch die Art und Weise in der Stefan über sich und die Kunst reflektiert. Wie der Künstler im Allgemeinen sich durch seinen Erfolg verändert und wie dies in seinen Werken und in seinem Auftreten deutlich wird.

Wenn ich den Leser und hoffentlich auch den Hörer des Gespräches mit Stefan Helmers auf eine Aktion aufmerksam mache, dann geschieht dies aus gutem Grund. Ich meine seine Sammlung „Galerie Staatsfeind“. Er schuf diese,wie er sagt, nicht um zu provozieren sondern um auf Zustände aufmerksam zu machen. Manchmal auch auf die Umstände, die zu Geschehnissen und zu Erklärungen führen. Möglicherweise schuf er diese Sammlung wirklich nicht um zu provozieren, auf jeden Fall regen sie zum nachdenken an und damit hat der Künstler schon sehr viel erreicht.

Er setzt sich mit seinen Arbeiten und seinen Werken nicht nur selber in Szene sondern arbeitet auch mit Kindern, um diese an die Kunst heranzuführen. Das geschah z.B. auch bei der von der AWO veranstalteten Aktion „Sprottenhausen“.

Jeden 1. Mai veranstaltet er eine Lesung in Kiel. Selbstverständlich ist es keine Lesung wie sonst; er sucht sich einen Ort in Kiel aus, hält dort auf der Strasse seine Lesung ab und geht dann zu einem neuen Ort und fängt dann mit einer neuen Lesung an.

Ich hoffe,  ich konnte ein wenig ihre Neugierde wecken und sie hören sich das gesamte Interview an.

Das Interview findet ihr unter dem Reiter Podcasts unter dem Punkt “Kunst und Kultur”.