302. Ortsbeiratssitzung in der Räucherei vom 12.09.2012

Am Mittwoch den 12.09.2012 fand die 302. Sitzung des Gaardener Ortsbeirates in der Räucherei statt. Die Sitzung wurde um 19:30 Uhr vom Vorsitzenden Bruno Levtzow und nach dem notwendigen Protokoll, wie der Genehmigung der Übertragung der Sitzung durch Radio Gaarden, bekam Anna Neugebauer vom Büro Soziale Stadt das Wort. Sie fasste sich kurz und berichtete in der Hauptsache vom gelungenen Brunnenfest. Es sei ein voller Erfolg gewesen und damit dies im nächsten Jahr genau so wird, nimmt das Büro gerne Vorschläge entgegen.

Im Anschluss sagte Katrin Kretschmer vom Sport und Begegnunspark, das die Sportgeräte für die Senioren ausgesucht seien. Frau Ohms vom Förderverein Gaarden entgegnete, sie war der Meinung, das es hierfür eine Ausschreibung geben sollte. Klärung wird durch eine offizielle Anfrage folgen.

Frau Kretschmer wies noch auf zwei Termine hin:

  • Am 24.09.2012 findet ein Informationsspaziergang statt
  • Am 29.09.2012 findet das interkulturelle Spiel- und Sportfest statt.

Der umfassendste Punkt auf der Tagesordnung war :

  • die Energetische Quartierssanierung in Gaarden.
  • Nico Soennichsen vom Referat Lokale Ökonomie und Quartiersentwicklung machte den Anfang. Er wies darauf hin, das dieses Projekt in dieser Form das Größte in Schleswig- Holstein ist und die Erolgsaussichten sehr gut sind, da das Referat viele Partner mit an Bord habe. Besonders hob er dabei Haus und Grund hervor, da es in Gaarden sehr viele Einzeleigentümer gibt, und im Vergleich mit anderen Stadtteilen, weniger Wohnungen bei den großen Firmen zu finden sind. Haus und Grund hat eine große Anzahl an Mitgliedern in Gaarden und man ist deshalb optimistisch, eine bessere und erfolgreichere Ansprache bei diesen Eigentümern zu erreichen

Die Kosten betragen für:

  1. das Konzept: 140 000 €
  2. das Management: 184 000 €

Es sprachen zu diesem Thema auch der zuständige Projektleiter Herr Hasler und Frau von Kampe, die die Betreuung vor Ort mit übernimmt.

Dieses Projekt rief im Anschluss heftige Diskussionen hervor. Die Hauptsorge des Beirates zeigte sich insofern, das Mieterhöhungen nach der erfolgten Sanierung der Häuser warscheinlich sein werden und die Mieter dann quasi heraussaniert werden. Viele Wohnungen in dem zu sanierenden Quartier werden, so die Befürchtung, von HartzIV- Beziehern bewohnt, und das Jobcenter würde denen bei einer Mieterhöhung den Umzug “nahelegen“.

Herr Soennichsen wehrte sich gegen diese Befürchtung und sagte dazu, das sie dies alles berücksichtigt hätten. Ganz besonders wies er darauf hin, das unter den Partnern bei diesem Projekt auch das Jobcenter und der Mieterverein sind. Diese würden sehr darauf achten, das es keine negativen Auswirkungen für die Mieter gibt.

Stadtrat Schmalz meinte darauf hin nicht ganz zu Unrecht, das man diese Diskussion erst dann führen sollte, wenn  die Kosten einer Sanierung für ein Haus bekannt sind. Erst dann könne man berechnen welche Kosten auf die Mieter zukommen.

Herr Bergmann von Haus und Grund wird im November über ein eigenes Projekt berichten.

Der nächste Punkt auf der Tagesordnung war die Verschönerung der Wand am Karlstal.

Die Fotografin Frau Klinner- Krautwald ( …hat momentan eine Ausstellung in der K34) stellte ihre Arbeit vor. Es handelt sich um ein Fassadenbild, bestehend aus 12 Bildtafeln. Es besteht aus wetterfestem Material, welches auf einer Lattenkonstruktion aufgebracht wird. Das Motiv ist eine lange Tafel, an der Bürger aus Gaarden sitzen. Einige werden sicher erkannt werden. Das Projekt soll Ende Oktober fertig sein.

  • Die Namensgebung für den Bahn- Haltepunkt am RBZ- Technik in Gaarden.

Die CDU und die SPD hatten Antragsentwürfe für eigene Namensvorschläge vorgelegt. Nach zum Teil lauter Diskussion einigte man sich (auch widerstrebend) darauf, den Vorschlag “Schulen am Langsee” zu übernehmen. Dieser Name soll jedoch noch nicht festgeschrieben werden, so das man ihn, im Falle eines Falles, nämlich des Ausbaus der Stadtbahn, wieder ändern kann.

Zum guten Schluss noch einige kurze Meldungen.

  •  Die Brücken im Sport- und Begegnungspark sollen im Sportparkblau gestrichen werden.
  •  Noch einmal war das Alkoholverbot am Vinetaplatz ein Thema und wieder kam es zu keinem Ergebnis, da die Rechtslage immer noch nicht geklärt ist.
  •  Frau Ohms vom Förderverein Gaarden erinnerte an die Verleihung des Integrationspreises Gaarden, der am 27.11.2012 in der Musikschule verliehen wird.

Die interessante und zum Teil sehr heftig geführte Sitzung endete um 21:45 Uhr.

Den Podcast findet ihr unter “Ortsbeirat Kiel-Gaarden”

 

 

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