Der Oberbürgermeisterkandidat des Bündnis 90 / Die Grünen, Andreas Tietze

OB- Kandidat Des Bündnis 90 / Die Grünen
Andreas Tietze

In unserer Reihe der Gespräche mit den Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Kiel interviewten wir diesmal Andreas Tietze von der Partei Bündnis 90 / Die Grünen.

Herr Tietze ist 50 Jahre alt, verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Von Beruf ist er Unternehmensberater in der Sozialwirtschaft und Projektentwickler.

In seiner Partei ist er der stellvertretende Fraktionsvorsitzende, sowie der Wirtschafts-, Tourismus- und Verkehrspolitische Sprecher. Desweiteren ist er Mitglied des Wirtschaftsausschusses und Mitglied des Sozialausschusses.

Kommunalpolitische Erfahrungen sammelte er als Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kreistag von Nordfriesland und die Verwaltung lernte er als stellvertretender Landrat kennen.

In unserem Interview stellte er deutlich heraus, das er auch in der Lage sein wird, unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Es geht dabei nicht unbedingt um ein „Ausmisten“, sondern um ein Ausschöpfen der vorhandenen Potentiale der Mitarbeiter. Da Kiel wirtschaftlich nicht auf Rosen gebettet ist, wird es hier und da tiefe und auch für die Beteiligten schmerzhafte Einschnitte geben. Hier bezog sich Andres Tietze auch auf die Trägergesellschaften, die Hartz IV- Bezieher häufig nur verwalten und dafür noch Geld bekommen. Er möchte die Transferzahlungen umwandeln in die Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen.

In seiner  Arbeit als Oberbürgermeister möchte er gerne seinen Kollegen in Freiburg, Salomon und in Tübingen , Palmer, folgen. Diese hätten bewiesen wie gut ein „ Grüner“ in der Lage ist, eine Stadt zu leiten.

Selbstverständlich hat Herr Tietze grüne Standpunkte, die er auch sehr deutlich vertritt, so z.B. die Frage der Energiepolitik. Er möchte Kiel gerne unabhängig von den fossilen Brennstoffen machen. Ihm schwebt eine gasbasierte Lösung mit einem Gas- und Dampfturbinenkraftwerk vor und ein Windpark in Meimersdorf.  Zu dem oft diskutiertem Thema der Stadtregionalbahn hat er sich sehr deutlich geäussert. Er ist dafür und hat dies unter anderem auch damit erklärt, das nicht nur Kiel, sondern auch das angrenzende Umland davon profitieren wird. Die Bahn wird die Kosten senken und die Umwelt schonen. Außerdem ist es eine attraktive Alternative zum PKW. Das Thema der Zusammenarbeit mit den umliegenden Regionen liegt Ihm augenscheinlich sehr am Herzen, da er hierin große Vorteile für alle Seiten sieht. „etwas über den Teller hinaus schauen“ kann nicht schaden.

In unserem Gespräch wurde offensichtlich, das dieser Kandidat eine Menge Ideen hat, die er auch gerne verwirklichen möchte. Viele davon können für die Stadt Vorteile bringen. Es stellt sich die Frage, ob alle auch wirtschaftlich umsetzbar sind. Auf der anderen Seite muss man Ihm Recht geben, wenn er sagt, das man manchmal einfach anfangen muss, gute Ideen in die Tat umzusetzen.

Beim Thema Bildung nimmt er eine ganz klare Haltung ein. Es gibt und wird auch in Zukunft für Ihn kein wichtigeres Anliegen geben, als den Kindern, von frühester Jugend an, die bestmöglichste Ausbildung zu verschaffen. Dies gelte für gut ausgebildete Lehrer wie auch für die Schulen und deren Ausstattung. Hierzu gibt es keine Alternative.

Herr Tietze traut sich das Amt zu, da er in der Lage ist Menschen zu führen und dabei auf Teamwork und Kompetenz setzt.

Was der Kandidat des Bündnis 90 / Die Grünen  noch für Pläne und Vorstellungen für das Amt des Oberbürgermeisters hat und wie er sich auch zu unserem Stadtteil Gaarden geäussert hat. kann man im Podcast unter “Wirtschaft und Politik” hören.

Ein Gedanke zu „Der Oberbürgermeisterkandidat des Bündnis 90 / Die Grünen, Andreas Tietze“

  1. Um Ihnen, sehr geehrter Herr Tietze, meine Stimme zu Oberbürgermeisterwahl gebe, bitte ich um die Beantwortung folgender Fragen.
    Die Stadt Kiel nennt sich gern Seehafenstadt. Viele Besuche von Kreuzfahrer, Ausflugsdampfer und die täglichen
    Fähren bringen mehr als 600.000 Menschen nach Kiel. Aus welchem Grund hat man in unverantwortlicher Weise
    angesichts dieser Zahlen in Sachen Sicherheit die Augen fast gänzlich geschlossen. Ich meine die Stilllegung des
    Feuerlöschschiffes Kiel war ein Schildbürgerstreich. Ein Seenotkreuzer, der in Laboe stadioniert liegt, wird aus
    Lösung angeboten. Wenn dieser jedoch irgendwo in der Ostsee Seenoteinsätze abarbeitet, sind Lösccheinsätze
    im Hafengebiet oder andere Hilfseinsätze bestimmt nicht möglich. Ein weiterer Schildbürgerstreich ist die in den KN *
    veröffentlichen Darstellung der Kiel Berufsfeuerwehr, die Stationierung des Löschbootes im Kieler
    Hafen als nicht notwendig einstufte. Dieser Beurteilung folgten die Kieler Politiker. Eine tragische Entscheidung.
    Dieses in der Seehafenstadt Kiel. In Lübeck, Rostock, Hamburg und Bremen sind Feuerlöschboote stationie rt.
    Die Kieler Feuerwehr schlägt stattdessen vor, ihre Löschfahrzeuge auf andere Wasserfahrzeuge* zu verbringen
    und von dort aus evtl. Schiffsbrände zu bekämpfen.

Kommentare sind geschlossen.