Der Weltfrauentag am 08.03.2013

Am 08.03.2013 war der Weltfrauentag. Zu diesem Anlass fand in dem Medusacafe eine Lesung statt, die vom Literarischen Salon in der Galerie K34 ( geleitet von Frau Braun) und der Pro Regio gGmbH, geleitet von Frau Dickhoff, durchgeführt wurde.

Einige Erläuterungen zum Entstehen des Weltfrauentages:

Der Weltfrauentag geht auf den 08.03.1908 zurück. Damals traten die Arbeiterinnen der Textilfabrik “Cotton” in New York in Streik, um bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen zu fordern. Die Fabrikbesitzer und Aufseher schlossen die Frauen in die Fabrik ein, um den Kontakt und die Solidarisierung mit anderen Belegschaften zu verhindern. Als plötzlich ein Feuer ausbrach, starben 129 Arbeiterinnen in den Flammen.

Initiiert durch Clara Zetkin (1857-1933) fand der erste Internationale Frauentag am 19. März 1911 statt. Millionen von Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA beteiligten sich. Die Wahl dieses Datums sollte den revolutionären Charakter des Frauentages unterstreichen. Der 18. März war der Gedenktag für die Gefallenen in Berlin während der Revolution 1848.

Die zentralen Forderungen waren:

  • Kampf gegen den Krieg

  • Wahl- und Stimmrecht für Frauen

  • Arbeitsschutzgesetze

  • ausreichender Mutter- und Kinderschutz

  • der Achtstundentag

  • gleicher Lohn bei gleicher Arbeitsleistung

  • Festsetzung von Mindestlöhnen

  • In den folgenden Jahren wurde der Internationale Frauentag jährlich zwischen Februar und April begangen. Die Festlegung des Internationalen Frauentages auf den 8. März erfolgte 1921. Damit sollte an den Textilarbeiterinnen-Streik in Petersburg erinnert werden, der auf andere Sektoren übergriff und eine große Arbeiterinnendemonstration auslöste. Diese Kämpfe fanden anlässlich des Frauentages am 8. März 1917 statt – nach dem alten russischen Kalender am 23. Februar – und lösten den Beginn der “Februarrevolution” aus.

Unter der Überschriften „Frauen und Arbeit“ -“ Frauen als Vorbilder“, sowie „ Lyrisches“ trugen Frauen, die an der Schreibwerkstatt von Frau Braun teilnehmen, Gedichte und Gedanken in deutscher Sprache und anschließend in der jeweiligen Heimatsprache vor.

Der multikulturelle Aspekt dieses Tages wurde auch durch die Tatsache untermauert, dass an der Lesung Frauen aus den unterschiedlichsten Kulturen teilnahmen. Sie kamen aus Russland, dem Iran, der Türkei und vielen weiteren Ländern.

Man merkte Ihnen an, das Sie mit dem Herzen bei der Sache waren und es Ihnen ein besonderes Anliegen war, zu diesem Thema etwas zu sagen.

Es war eine Veranstaltung, die hoffentlich eine Fortsetzung im nächsten Jahr erfährt.

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