5 Jahre Mehrgenerationenhaus-Vinetazentrum

Am Freitag den 07.06.2013 feierte das Mehrgenerationenhaus am Vinetaplatz seinen 5.ten Geburtstag. Die Stadtteilgenossenschaft Gaarden eG ist Träger des Mehrgenerationenhauses Vinetazentrum. Die Genossenschaft engagiert sich mit und für die im Stadtteil lebenden Menschen und setzt sich für eine Verbesserung der Lebensqualität, des interkulturellen Zusammenlebens, sowie für die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation in Gaarden ein.

Sven Schneider (Sozialpädagoge ) führte durch das bunte und vielfältige Programm. Es begann mit diversen Grußworten von der Oberbürgermeisterin Frau Dr. Gaschke, der ehemaligen Oberbürgermeisterin Fr. Vollquartz und von Fr. Seehusen aus dem Aufsichtsrat.

Alle Rednerinnen wiesen auf die vielen verschiedenen Aufgaben hin, die dieses Haus erfüllt. Ein großer Teil des Vinetazentrums dient als Treffpunkt für BewohnerInnen des Stadtteils. Die BesucherInnen nutzen die Möglichkeit sich mit Menschen aller Generationen auszutauschen. Die AWO bietet eine Sozialberatung für Migrantinnen an, es gibt von der SKF eine Schuldner – und Schwangerenberatung. Fachberaterinnen bieten soziale Hilfen und Beratung für Alleinerziehende an und noch viele andere Beratungshilfen.

Es werden Integrationkurse für Migrantinnen aus Gaarden und dem Ostufer mit dem Ziel der Sprachbeherrschung für die gesellschaftliche und berufliche Integration angeboten.

Dreimal wöchentlich gibt es im MGH die Spielekiste. Zu den BesucherInnen zählen vorwiegend Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren. Sie werden von einem ihrer Elternteile begleitet oder kommen, wie die meisten Kinder, allein zu diesem offenen Angebot. Die Kinder erhalten Anregungen für eine aktive Freizeitgestaltung. Durch die Begleitung und Betreuung der Pädagogen bekommen sie Anleitung im Sozialen miteinander und lernen Regeln einzuhalten sowie Konflikte zu lösen.

Alle Redner machten deutlich, wie wichtig dieses Haus mit seinen Angeboten und Einrichtungen für Kiel und insbesondere für Gaarden ist . Es ist mittlerweile zu einem unverzichtbaren Teil unseres Stadtteils geworden. Dies wurde auch durch zwei Teilnehmerinnen sehr deutlich. Nadine und Cheylan, zwei junge Mütter erzählten sehr eindringlich, wie Ihnen hier geholfen wurde. Beide waren lange arbeitslos und sahen für sich keine Perspektive. Sie holten mit Hilfe der Pädagogen in diesem Haus ihren Hauptschulabschluss nach (Sie waren zu diesem Zeitpunkt schwanger) und schafften  auch ihren Realschulabschluss. Ohne die Hilfe und Beratung, die sie hier erhalten haben, wäre es ihnen nicht möglich gewesen für sich und ihre Kinder eine Zukunft zu schaffen.

All dies ist nicht zu schaffen ohne die Zuwendungen und Spenden diverser Organisationen und Einzelpersonen. Frau Vollquartz ist eine der Mitbegründerinnen und eine unermüdliche Spendensammlerin für dieses Haus. Sie stellte einige Spender namentlich heraus, wie City-Markt, die Kieler Volksbank und die Spardabank. Die Unterstützung durch die private Hand sei überlebensnotwendig, da die öffentlichen Gelder immer weniger werden.

An diesem Tag wurde gefeiert und das zu Recht. Was hier aufgebaut wurde, verdient den allerhöchsten Respekt und das gilt für alle Mitarbeiter.

Es gab eine Zaubershow, Sängerinnen, eine Kung Fu Darbietung, ein wahrlich üppiges Buffet ( Kompliment an die Küche des Flex Cafes! ) und zum Abschluss Musik.

Eine schöne Feier von einer wichtigen und sehr nützlichen Einrichtung. Aus diesem Grund werden hier die Mitglieder der Stadtteilgenossenschaft einmal namentlich erwähnt: der ASB, die AWO, das Haus der Familie, die Caritas, die Frauensuchtberatung Schleswig-Holstein, das Haus der Kirche, Frauennetzwerk zur Arbeitssituation e.V. Verbund der feministischen Mädchen- und Fraueneinrichtungen in Kiel, das Kieler Fenster, kjhv, Pro Regio, shefa e.V. (Centrum für interkulturelle Gesundheitsförderung ), die Landeshauptstadt Kiel, der Sozialdienst katholischer Frauen, die Diakonie Altholstein sowie weitere Privatpersonen als Mitglieder.