Göttinnenfeuer – ein Interview mit Ute Havemann und Maren Allermann

Am 13. Januar fand im Kieler ZIL – Zentrum für integrales Leben – ein Gespräch mit der Initiatorin der Göttinnenausstellung Ute Havemann, und der Künstlerin Maren Allermann zum Thema “weibliche Spiritualität” in der Kunst, statt. Das Ergebnis des Interviews könnt Ihr im Podcast “Kunst und Kultur” sowie im Programm hören.

Ute Havemanns Einschätzung der gegenwärtigen Situation ist  hier zu lesen:

 Reise in meine eigene Ganzheit

Wir befinden uns in einer Zeit, wo wir vor einem wirtschaftlichen Zusammenbruch stehen. Was heisst dies nun? Menschen fürchten sich vor Veränderungen, sie haben Angst und gehen dadurch tiefer in Altes, in alte Muster hinein. An unseren Arbeitsplätzen wird uns einseitig mehr abgefordert, wir haben schneller in unserem individuellen Hamsterrad zu laufen. Die Folgen sind unübersehbar. Es geht nicht um das Wohl des Einzelnen Menschen. Stress, Burn Out, Rückenerkrankungen, Herzbeschwerden, Depressionen, … Der menschliche Körper rebelliert ebenfalls. Die Leistungsgrenze scheint erreicht zu sein. Der wirtschaftliche Zerfall ist nur das deutlichste Merkmal einer ganzen Reihe von Indizien. Menschen entfernen sich mehr und mehr von der Realität des Planeten, den sie bewohnen, sie scheinen nicht zu bemerken immer mehr künstliches Essen zu sich zu nehmen, kaum Kontakt zur Natur zu haben, Kinder, die nicht mehr wissen, dass die Milch von der Kuh kommt und nicht aus dem Supermarkt, wir leben in einer Welt der Illusion mit Fernsehen und Internet. Das lineare oder patriarchale Prinzip hilft hier nicht weiter, damit gehen wir tiefer in unsere eigene Ausbeutung hinein und die Ausbeutung von Mutter Erde, dem Planeten auf dem wir wohnen. Hier geht es nun darum die eigene weibliche Göttlichkeit zu integrieren, Kontakt zur weiblichen mütterlichen Seite Gottes aufzunehmen – der Göttin. Innehalten, fühlen, Fürsorge für mich selbst, Spürbewusstsein, Freiräume schaffen, Besinnung, Empfangen. Die Göttin – Synonym weiblicher Schöpfungsprozesse, für das Weibliche in der Welt sowie auch das Weibliche im Mann. Frauen symbolisieren im Äußeren die Göttin. Durch Zentrierung kann ich mich abkoppeln von der frei flottierenden Angst oder der Angst, die in mir aufsteigt. Es geht nun darum wirkliche Gemeinschaften/Teams zu gründen, sich gegenseitig zu unterstützen, im liebevollen Kontakt zur Erde zu sein, mehr und mehr in das zyklische Denken hinein zu kommen. Kunst bietet die Möglichkeit der Entschleunigung, der Besinnung, des zu sich Kommens. Mit der Ausstellung *Göttinnenfeuer * am  im ZIL wollen verschiedene Künstlerinnen aus der Region einladen, sich auf die Welten der Kunst mit all den damit verbunden Energien, Geheimnissen und Erfahrungen einzulassen. Einzutauchen in den jetzigen Moment, in die Welten der Farben, Fantasien, Göttinnen und Energien. Es soll berührt werden auf allen Ebenen. Es sollen neben der Ausstellung von angewandter Kunst, Gemälden, Gesängen, Skulpturen, Tanz, Meditation und BodyPainting, dem Zusschauer die Möglichkeit geboten werden, gemeinsam mit verschiedenen Künstlerinnen in Form von Workshops über den Weg der Kunst und Entspannung, Momente der Leichtigkeit verbunden mit der eigenen Kreativität zu erleben. Wir bieten in dieser Zeit eine Oase der Emotionen weit weg von Handy, Internet, Fernsehen, Bürostress, Überforderungen etc, sondern wollen den BetrachterIn, sowie die Workshopteilnehmer die Möglichkeit von tiefen Selbsteindrücken geben.