Hip Hop vom Feinsten

Am Samstag den 25.05.2013 fand in der Hein Dahlinger Halle in Kiel Gaarden der  Fördecup für die Hip Hoper statt. Es traten in den verschiedensten Wettbewerbern über 400 Teilnehmer an den Start. So gab es die Solovorführung, das Duo und die Formationen, die bis zu 20 Teilnehmer umfassen. Es war eine ausgelassene und fröhliche Atmosphäre in der Halle. Man konnte die Energie förmlich mit den Händen greifen. Die Aufregung war vor allem bei den jüngsten Teilnehmern riesengroß, die zum ersten Mal an so einem Wettbewerb teilnahmen. Um eine faire Bewertung zu gewährleisten, sind die Tänzer in unterschiedliche Kategorien eingeteilt: die Kids, die Junioren und Adults. Es war ein prächtiges und farbenfrohes Bild, die Tänzer in ihren Outfits zu sehen.

Über fünf Stunden tanzten die Jungen und Mädchen in einer Vorrunde und dem Finale um die Podiumsplätze. Alle Endrundenteilnehmer bekamen eine Urkunde und die Sieger nahmen einen Pokal mit nach Hause. Die Zuschauer in der ausverkauften Halle kamen bei diesem Event voll auf ihre Kosten und bedachten die Tänzer mit viel Applaus.

Ein besonderer Dank geht an Ralf Knobloch, der die Veranstaltung organisiert und moderiert hat. Vieleicht kann man das Event im nächsten Jahr ein wenig straffen, aber es lohnt sich auf jeden Fall dort hinzugehen!!!

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Kultursensible Pflege im Alter

Bericht zur Veranstaltung: „Kultursensible Pflege”

im Rahmen der Interkulturellen Wochen in Kiel

Am 22.09.2011 fand eine Veranstaltung des Netzwerkes älterer MigrantInnen zum Thema Kultursensible Pflege in den Räumen der Türkischen Gemeinde in Kiel statt. Der Träger der Veranstaltung war die Landeshauptstadt Kiel – Amt für Familie und Soziales.

Diese Maßnahme wurde im Rahmen der Interkulturellen Wochen in Kiel, unter dem Motto:

” Vielfalt – keine Frage des Alters”

organisiert.

Das Älterwerden der Gesellschaft bezieht sich auch auf die Menschen, die zugewandert sind.

In Kiel kommt der größte Anteil der BewohnerInnen mit Migrationshintergrund aus der Türkei. Hier haben sie für sich und ihre Familien ein neues zu Hause geschaffen.

Das Ziel der Veranstaltung war es, MigrantInnen, die 50 Jahre oder älter sind, sowie ihre Familienangehörigen, vorbeugend und frühzeitig auf das Problem des Älterwerdens aufmerksam zu machen. Mit dem Alter verändert sich dieLebenssituation, die Bedürfnisse und Wünsche.

Der Pflege Stützpunkt in der Landeshauptstadt Kiel ist eine Organisation, die viele  Angebote und vielfältige Beratung für alle, die sich mit dem Thema Älterwerden beschäftigen, anbietet. Dazu werden auch Kontakte zu ehrenamtlichen HelferInnen oder Angehörigengruppen vermittelt. Die Beratung ist kostenlos. Der Pflegestützpunkt hilft älteren Menschen dabei, möglichst lange im Hause verbleiben zu können. Da fast 94% der älteren Menschen in ihrer Wohnung ganz normal leben und nicht in eine Einrichtung gehen wollen, ist dieses Angebot vom  genau richtig. Der Pflegestützpunkt bietet noch weitere Angebote, die da sind:

  • Vorsorge für die Vernetzung aller pflegerischen, medizinischen und sozialen Leistungen
  • Pflege Stützpunkt ist der Ansprechpartner für Beschwerden
  • Unterstützung in belastenden Situationen, auch durch psychosoziale Beratung

Für Menschen ab 65, die über ein geringes Einkommen verfügen, bietet die Landeshauptstadt Kiel einen Senioren-Pass, um ihnen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu erleichtern bzw. zu ermöglichen. Mit dem Seniorenpass erhält man viele Rabatte und Preisvorteile. Diese gibt es etwa für Reisen, Mode und Fitness, Gesundheit, Veranstaltungen und vieles mehr.

Die Angebote des Senioren-Passes sind eine Initiative gegen Einsamkeit, denn viele ältere Menschen haben den Partner verloren.

Der Pflegestützpunkt in der Landeshauptstadt Kiel ist eine neutrale Anlaufstelle. Dort werden Kieler EinwohnerInnen  unabhängig von Intressengruppen informiert. Die Neutralität des Pflegestützpunktes schafft die Grundlage für eine effektive Hilfestellung und vermittelt Vertrauen.

Da  vielen Menschen diese Möglichkeiten nicht bekannt sind, organisiert die Landeshauptstadt Kiel verschiedene Veranstaltungen zum Thema Älterwerden, um den Menschen den Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben im Alter zu ermöglichen.

(Beata Rinc)

Nach Gaarden?!

Michael P. erzählt seine Ansichten zu Gaarden, ist kritisch mit dem was Leute über Gaarden sagen und zählt Vor- und Nachteile auf.
Er ist schon 1 Jahr bei uns in Gaarden und er möchte es nicht mehr missen hier zu wohnen.
Die Message ist klar, denn ohnehin betrifft es die Stadt Kiel und nicht nur Gaarden, dass ..}
Vielen Dank für diesen Beitrag.

ein Haus in Gaarden
Gaarden

Michael P.:

“Als ich meinen Freunden und Bekannten erzählte, dass ich nach Gaarden umziehen würde, war der allgemeine Tenor:“…das kannst Du doch nicht tun- da gibt es doch nur Ausländer- hohe Kriminalität, usw“. Ich dachte schon darüber nach, aber ich war auch ein wenig neugierig, was mich denn in Wirklichkeit erwarten würde.[..]

Der Tag des Umzugs kam und nachdem wir diesen bewältigt hatten, sahen wir uns ein wenig um.Viele Menschen waren auf der Straße und es herrschte ganz sicher nicht die deutsche Sprache vor, sondern es empfing uns ein beinah babylonisches Sprachgewirr. Es reichte von Russisch über Türkisch bis hin zu einigen Sprachen, die wir gar nicht zuordnen konnten. Wir sahen merkwürdigerweise an jeder Ecke wenigstens einen Friseur und in den Auslagen der Geschäfte unglaublich viel Obst und Gemüse. Frisch -frischer -Gaarden. Der Geruch von Döner und gebratenem Hähnchen stieg uns in die Nase und verursachte ein leichtes Knurren in der Magengegend.

Blumenrabatte
Blumenrabatte im Werftpark

Natürlich sahen wir, neben dem bunten Treiben, auch eine negative Seite von Gaarden. Schon früh am Tag viele betrunkene Leute. Nicht nur an einem Ort, sondern leider an mehreren. Es waren richtig große Gruppen. Schon etwas eigenartig und, ich gebe es zu, auch befremdend.

Seit diesem ersten Eindruck ist nun schon über ein Jahr vergangen.Von meinen Freunden und Bekannten gefragt ob ich mich denn in diesem Stadtteil schon eingelebt habe und ob ich mich hier wohl fühlen kann, bleibt mir, wenn ich ehrlich bin, nur eine Antwort. Diese lautet:“Ja“. Ich möchte diesen Stadtteil nicht mehr missen. Hier findet das wahre Leben statt. Im Guten, wie im weniger Guten. Das Leben pulsiert hier, auch kulturell passiert so einiges. Die meisten Menschen, vor allen Dingen aber die so genannten Ausländer sind freundlich, nett und hilfsbereit. Kontakt zu bekommen ist nicht schwer, man muss es nur wollen. Ich denke, dass ist der allerwichtigste Punkt. Wenn man ohne Vorbehalte auf die Menschen zugeht, egal von wo sie herkommen, erlebt man häufig eine sehr angenehme Überraschung .Wenn ich es möchte, kann ich bei jedem Einkauf ein neues Rezept bekommen. Selbstverständlich sollte man dann das Ergebnis mitteilen. Ich kann auch spät noch all die Dinge des täglichen Lebens einkaufen. Nochmals, hier gibt es frisches Obst und Gemüse in riesiger Auswahl.

Labyrinth im Werftpark
Labyrinth im Werftpark

Nun noch ein Wort zu den erwähnten Alkoholikern. Sicher, hier in Gaarden ballen sie sich an einigen Punkten, aber ich habe Alkoholiker in allen Teilen der Stadt erlebt und sie haben das gleiche Recht, sich auf der Straße aufzuhalten, wie jeder andere.

Das ist für mich kein besonderer Makel des Stadtteils Gaarden, dies Problem betrifft die ganze Stadt Kiel.

Ich werde in Gaarden bleiben, ob andere meine Begeisterung für diesen besonderen Teil der Stadt teilen oder nicht, mir gefällt es hier.”

Das war Michael P. aus Gaarden

Eure Radio-Gaarden-Crew