Anna Neugebauer vom Büro Soziale Stadt Gaarden

Wir haben uns sehr darüber gefreut, das Anna Neugebauer vom Büro Soziale Stadt sich zu einem Interview bei uns eingefunden hat.

Sie ist nun seit einem halben Jahr im Amt als Nachfolgerin von Semra Basoglu. Wir wollten gerne erfahren, wie sie sich eingelebt hat und wie sie hier in Gaarden aufgenommen wurde. Sie erzählte uns, das es die Arbeit für sie sehr erleichtert hat, dass Semra sie quasi an die Hand genommen hat und sie mit den Verantwortlichen bekannt gemacht hat. Auf Grund des freundlichen Entgegenkommens  war der Einstieg für sie nicht schwierig und sie hat sich sofort wohl gefühlt. Sie hatte außerdem auch noch den Vorteil, das Gaarden für sie kein unbekanntes Terrain war, sondern sie unseren Stadtteil schon gut kannte.

In unserem Gespräch betonte sie mehrfach, dass die Arbeit des Büros Soziale Stadt immer eine Teamarbeit sei und sie sich freut, mit diesen Kollegen arbeiten zu können.

Anna Neugebauer hat eine sehr offene, freundliche und entgegenkommende Art und Weise. Dabei nimmt sie nicht immer ein Blatt vor den Mund, was sie sehr sympatisch macht.

Welche Ideen sie für die Zukunft hat, welche Schwierigkeiten es bei ihrer Arbeit gibt und ihre Vorstellungen diese zu überwinden, können sie sich gerne in unserem Podcast Wirtschaft und Politik anhören.

 

 

300. Sitzung des Ortsbeirates

Am 09.05.2012 fand in der Räucherei die 300. Sitzung des Ortsbeirates Gaarden statt. Diese wurde diesmal zusammen mit dem Jugendortsbeirat abgehalten. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Bruno Levtzow und den unumgänglichen Formalitäten wurde Gerwin Stöcken vom Büro des Oberbürgermeisters das Wort erteilt. Herr Stöcken moderierte unter dem Motto:“ wie soll Gaarden einmal aussehen“, die Arbeit von Jugendlichen der Fridtjof- Nansen -Schule. Mehrere Schüler im Alter von 10-12, sowie 15-16 Jahren hatten sich einmal sehr genau in Gaarden umgeschaut und Ihre Erkenntnisse dann zusammengetragen. Ihre Ergebnisse orientierten sich sehr an der manchmal nicht ganz so schönen Wirklichkeit und zeigten, dass die Jugendlichen mit offenen Augen durch ihren Stadtteil gehen. Die wesentlichen Punkte waren:

  • Gaarden ist unsauber
  • die vielen Trinker
  • die kaputten Spielplätze
  • überhaupt sehr viele Zerstörungen
  • kostenpflichtiges WC am Vinetaplatz und dennoch ist es immer dreckig
  • viele Hunde sind nicht angeleint
  • allgemein das Sicherheitsproblem
  • Die Kinder führten noch etliche weitere Punkte an. Jedoch haben sie nicht nur gemeckert, sonder hoben auch einige für sie sehr positive Dinge hervor., beispielsweise die vielen Sportstätten, den Sportpark,die Vereine, Einrichtungen für Kinder ( hier wurde die Räucherei sehr gelobt).

Die älteren Jugendlichen schlossen sich in vielen Bereichen ihren jüngeren Kollegen an ( Sauberkeit, Sicherheit, den Trinkern), hoben bei ihrem Vortrag noch einen Punkt hervor. Es gibt in Gaarden keinen Jugendtreff für die Altersgruppe von 15- 18 Jahren. Sie möchten ihre Zeit nicht immer mit den Kleinen teilen, sondern auch einmal für sich sein und nur untereinander abhängen. Es kam dabei auch zur Sprache, dass es nicht schlecht wäre, wenn sie sich die Räume selber gestalten könnten. Auch fänden Sie es gut, wenn es in diesem Treff quasi eine vorbereitende Berufsberatung gäbe. Hier scheint es eine kurzfristige Lösung zu geben. Unter anderem meint der Vertreter der Räucherei, dass dies machbar sein müsste. Wir werden weiter darüber berichten.

Zum Schluss wiesen sie noch auf einen wichtigen Punkt hin. Jugendliche aus Gaarden kämpfen bei Bewerbungen gegen den schlechten Ruf von Gaarden an. Sie meinen,das sie wegen der Vorurteile von vornherein schlechtere Karten haben.

Alle Schüler setzten sich sehr für den Erhalt der Fridtjof- Nansen Schule ein.

Es wurde lange und intensiv über den Hundekot auf unseren Straßen diskutiert und wie man dem Herr werden könne. Sanktionen? Geldstrafen?

Die Bolzpätze sollen in Ordnung gebracht werden.

Zum Abschluss meinten sowohl Herr Stöcken, wie auch Herr Levtzow, dass man Gaarden besser verkaufen muss. Man sollte aber auch vor allen Dingen unseren Stadtteil nicht immer wieder selber schlecht reden!

Marta Jaskulke stellte die Bildungsberatung Kiel – Ost vor. Diese legt ihre Schwerpunkte auf die Beratung bei Übergängen:

  • Schule – Ausbildung/Studium
  • Kita – Grundschule
  • Familie – KitaDazu gehört auch das Sichten der Bewerbungsunterlagen und das Begleiten zu Terminen.

Die Sitzung wurde hier unterbrochen um allen die Gelegenheit zu einem Grillwürstchen und freien Getränken zu geben. Der Anlass war das Jubiläum der 300. Sitzung.

Es herrschte eine nette, aufgeräumte Atmosphäre und die Gelegenheit wurde zu angeregten Gesprächen auch und vor allen Dingen mit den Jugendlichen genutzt.

Nach der Pause sprach unsere Stadtpräsidentin Cathy Kitzer aus gegebenem Anlass ein launiges Grußwort und würdigte neben Bruno Levtzow auch ganz besonders die „ Gaardenener Kulturtage. Sie erwähnte diese auch unter dem Aspekt, das Gaarden sich auf vielfältige Art und Weise positiv darstellt und sich manch anderer Ortsbeirat , was die Ideen und das Engagement des Gaardener Ortsbeirates angeht, eine dicke Scheibe davon abschneiden könne.

Herr Levtzow dankte herzlich in seiner unnachahmlichen Art für die netten Worte und zeigte noch einmal einen kurzen Abriss der getanen Arbeit auf. Diese zog sich von den Bänken in der Elisabetstr. über die gebauten Sporthallen bis zum Bunkerbild hin. Eine sicherlich alles zusammen genommen sehr erfolgreiche Arbeit engagierter Gaardener Bürger.

Es spielte auch die Musikkapelle des Freistaates Gaarden auf. Es wurden einige Passagen aus dem Heft “Alt Gaarden“ vorgelesen.

Bevor die Sitzung beendet wurde, kam es zur Verabschiedung von Semra Basoglu vom Büro Soziale Stadt durch den Ortsbeirat, vertreten durch Bruno Levtzow und der Vorsitzenden des Fördervereins Fr. Ohms. Semra Basoglu dankte allen für das Ihr entgegengebrachte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit über die vielen Jahre. Sie wünschte auch ihrer Nachfolgerin alles Gute und viel Erfolg.

Ihre Nachfolgerin ist Anna Neugebauer, kommt aus Dortmund, ist seit dem Jahr 2000 in Kiel ansässig und freut sich auf ihre Arbeit und den Austausch mit den relevanten Stellen.

Die Sitzung endete gegen 20:15 Uhr

300. Ortsbeiratsitzung Teil 1:

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300. Ortsbeiratsitzung Teil 2:

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Weiter Info unter: Blogbeirat und Ortsbeiräte

 

299.Ortsbeiratssitzung vom 11.04.2011

Am 11.04.2011 fand in der Räucherei  die 299 Sitzung des Gaardener Ortsbeirates statt. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Bruno Levtzow und den notwendigen Formalitäten  gab Manfred Wagner( Amt für Wohn- und Grundsicherung )bekannt, das die langjährige Mitarbeiterin Semra Basoglu ihre Arbeit im Büro Soziale Stadt aufgibt und sich bzgl. ihrer Lebensplanung anders orientieren wird. Ihre Nachfolgerin wird auf der nächsten Sitzung vorgestellt werden.
Herr Brandenburg von der ABK stellte im Anschluss den sogenannten Unterflurbehälter vor.Hierbei handelt es sich um einen in den Boden versenkbaren Abfallbehälter. Er benötigt eine Grundfläche von 2x2m und fasst bis zu 5 m³. Aus dem Boden ragt nur noch ein kindersicherer Einfüllstutzen heraus. Für diesen Behälter sprechen einige Vorteile;
er ist barrierefrei
er benötigt weniger Platz
er ist nicht brennbar( ein Feuer findet keinen Sauerstoff)
nur eine geringe Geruchsbelästigung,

Der größte Nachteil ist momentan noch der Preis, der sich in einer Höhe von ca.8-9 000 €  / Einheit bewegt.Dieser Behälter scheint mehr für Wohnanlagen und weniger für Einzelhäuser geeignet zu sein, da auch für die Leerung durch die Lkws ein gewisser Platz benötigt wird. Wie es aussehen kann, werden wir an der Hörn sehen können.Die dort installierten 125 Papierkörbe, die täglich geleert werden müssen, können durch 23 dieser Unterflurbehälter ersetzt werden, die auch nur alle 14 Tage geleert werden müssen.
Der Ortsbeirat steht diesem Projekt sehr wohlwollend gegenüber.

Der nächste Punkt auf der Tagesordnung beschäftigte sich mit dem Thema, Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung in Gaarden. Abgesehen von der Tatsache, das man nicht immer darauf warten sollte, das jemand anderes den Dreck weg macht, arbeiten jetzt bei den verschiedensten Trägern in Gaarden eine Menge Leute, die für Sauberkeit und Ordnung in unserem Stadtteil sorgen sollen. Es handelt sich hierbei um die allseits bekannten 1 €- Kräfte, die bei Gaarden-aktiv tätig sind, sowie auch die Bürgerarbeiter, die als Sportpark- Supporter und Gaarden- City- Supporter arbeiten. Warum man immer die Englische Sprache bemüht, ist nebenbei erwähnt ein noch ungelöstes Rätsel. Das Problem bei der ganzen Sache ist die Tatsache, das diese Kräfte keinerlei rechtliche Befugnisse haben. Diese haben nur die Scouts, die dem Ordnungsamt Kiel unterstellt sind. Diese können, dürfen und sollen auch ordnungsrechtliche Verfahren einleiten.
Insgesamt sollen alle diese Aktivitäten das Miteinander verbessern und durch die verstärkte Präsenz die Angst der Bürger in manchen Teilen von Gaarden abbauen.
In diesem Zusammenhang meinte die Polizei, sie sei sehr auf die Mitarbeit der Bürger angewiesen . Wenn ein Bürger eine Unrechtmäßigkeit sieht, so soll er umgehend die Polizei anrufen, damit diese auch sofort tätig werden kann. Bekommt sie erst Tage später Meldung über ein Delikt, so ist es häufig sehr schwierig, wenn nicht unmöglich, diesem in der angemessenen Form nach zu gehen.

Herr Wagner schlug vor, das sich die Träger zwecks Verbesserung der Kommunikation häufiger treffen und das sie auch zusammen eine Begehung in Gaarden machen wollen, um sich selbst ein Bild von den Zuständen und den Möglichkeiten, diese zu verbessern, zu machen. Durch die Treffen der Träger soll auch die Effektivität verbessert werden. Es wäre wirklich sehr schön, wenn die Effizienz  der Supporter mit der Quantität Schritt halten könnte.

Als Nächstes sprach Frau Bonow(Eigenbetrieb Beteiligung ) zu den Plänen die Buslinie 60 S nicht mehr über Karlstal fahren zu lassen. Langer Rede-kurzer Sinn. Sie haben angeblich durch eine Befragung herausgefunden, das es keinen Bedarf gibt über Gaarden- Zentrum zu fahren und deshalb wird diese Linie über die Werftstrasse mit der Haltestelle bei der Technischen Fakultät fahren.Außerdem sei dieser Weg um drei Minuten kürzer. Als die Linie über Karlstal fuhr, hätten sich gerade die Studenten dieser Fakultät am meisten beschwert und auch deshalb wird der Fahrplan geändert. Motto: Wer am lautesten schreit, der bekommt die Linie. Schlusssatz von Frau Bonow:“ Was einmal geändert wurde, kann auch ein zweites Mal geändert werden.“

Die Jugendsitzung im Mai wird am 9. um 16 Uhr beginnen und dann nahtlos in die 300 Sitzung übergehen (19 Uhr). Es wird auch etwas zu essen und trinken bereitstehen. Ob und welche Prominenten zu dieser Jubiläumssitzung kommen werden steht noch nicht fest und man soll ja nichts verkünden, solange es nicht wirklich fest steht.
Um die Patenschaften für die Blumenkübel will sich Bruno nun endgültig selber kümmern.
Die Sitzung endete gegen 22:00 Uhr.

Das Büro Soziale Stadt Gaarden

Michael und Viktor von Radio Gaarden waren diesmal im Büro Soziale Stadt Gaarden. Das Büro arbeitet im Auftrag der Stadt Kiel durch die Projektgesellschaft Kiel-Gaarden GmbH und wird finanziert durch das Bund – Länder – Städtebau Förderprogramm „Soziale Stadt“.

Wir wollten in Erfahrung bringen, was sich hinter diesem Begriff verbirgt. Wir trafen auf die Projektleiterin Semra Basoglu und auf Silke Solbach, die u.a. für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Sehr offen und frei heraus stellten die Damen sich unseren Fragen und gaben über Ihre Arbeit Auskunft. Diese ist sehr mit den Menschen aus dem Stadtteil verwoben, denn für diese arbeiten und setzen Sie sich ein. Wie Sie uns darlegten und erklärten, unterteilt sich Ihre Arbeit in mehrere Schwerpunkte:

  • Projektentwicklung und -Begleitung

Hier werden Ideen von den Menschen in Gaarden aufgegriffen und daraus mit Ihnen zusammen Konzepte,  Aktionen und  auch Projekte entwickelt und auf den Weg gebracht.

  • Vernetzung

Frau Basoglu und Frau Solbach sind diesem Fall wie ein Mittler an zu sehen. Sie sind der Anlaufpunkt für Menschen mit einer Idee. Auf Grund Ihrer in vielen Jahren erworbenen Kontakte zur Wirtschaft, zur Politik, der Wissenschaft, der Kultur e.t.c., kennen Sie die richtigen Stellen und Ansprechpartner und sind deshalb in der Lage sehr fundiert zu helfen und zu unterstützen .

  • Beteiligung

Dies beinhaltet die Organisation , die Durchführung und auch die Moderation von Informationsveranstaltungen, Workshops, Zukunftswerkstätten für die Bewohner von Gaarden.

Selbstverständlich sind das nicht alle Aufgaben von Frau Basoglu und Frau Solbach. Man trifft Sie in den Sitzungen des Ortsbeirates, der Gaardener Runde, bei den Vorbereitungen der Gaardener Kulturtage, des Straßenmusikfestivals und,und, und……überall dort wo es sich um die Belange von Gaarden handelt und wo ihre Mithilfe gefragt sein könnte.

Also, Bürger von Gaarden, wenn Sie eine Idee haben, die dem Stadtteil nützt und Sie wissen nicht wie Sie diese umsetzen sollen, dann wenden sie sich an das Büro Soziale Stadt, Medusastr.16

Die Telefonnummern und die E-Mail Adressen, sowie die Sprechzeiten finden Sie im Internet.

Sie werden bei Ihrem Besuch nicht nur auf offene Ohren stoßen, sondern  in den allermeisten Fällen tatkräftige Unterstützung von Frau Basoglu und Frau Solbach erhalten. Deren  Engagement für den Stadtteil und seine Bürger war während des Interview quasi mit den Händen zu greifen.

P.S. Frau Basoglu hört mit Ihrer Arbeit Ende April 2012 auf. Wir werden ihre Nachfolgerin selbstverständlich vorstellen.